Zu meiner rechten Seite ist ein wahnsinnig toller Sonnenaufgang. Die Musik im Radio ist in Ordnung und ich hab noch 22 km bis zum Ziel. Ich lieg gut in der Zeit. Den Kaffee am Flughafen kann ich förmlich schon riechen und schmecken.
Und auf einmal fängt das Auto an zu schlingern und das bei 130 km/h. Irgendetwas stimmt da nicht. Merkwürdig. Ok, denk ich, dann wechsle ich auf die rechte Spur und fahr langsamer. Das Auto reagiert mit den neuen Winterreifen, die ich vor einer Woche bekommen hatte eh noch ein wenig ungewohnt. Dann fahr ich 80 km/h und das Schlingern wird nicht besser. Und jetzt auch noch Lichthupe von meinem Hintermann – was will der von mir? Denk nach, Winnie, denk nach. Was soll ich jetzt machen? Ok Standstreifen. Aussteigen? Mal probieren. Mist da hats mir fast die Fahrertür vom Wind abgerissen. Dann klettere ich halt über den Beifahrersitz. Auch doof. Blick in den Seitenspiegel der Fahrerseite: Was um Himmels Willen ist das? Der Hinterreifen steht so merkwürdig ab. und ist er nicht an einigen Stellen zerissen? Oh nein – der Reifen ist geplatzt! Also Handy und ADAC anrufen. Die Tante am Telefon ist scheiße unfreundlich. Service ist das nicht! Ich soll aussteigen und bis zur nächsten Kilometermarke laufen. Geht’s noch? Da draußen ist es kalt und die Auto rasen so dicht an mir vorbei. Aber ich machs trotzdem. Kilometer 70,0 auf der A 14 Richtung Leipzig.
Zweiter Versuch beim ADAC: Diesmal ist die Frau nett. Das würde mit Priorität behandelt werden da es eine Gefahrenstelle auf der Autobahn ist. Hört sich doch gut an. Dann krieg ich meinen Flug vielleicht noch. Und ich soll aussteigen und zu meiner eigenen Sicherheit draußen warten. Und natürlich das Warndreieck aufstellen. Kein Problem mach ich alles.
Noch schnell eine SMS an meinen Freund schreiben und ihm das Unglück schildern und dann meine Mutter, der das Auto gehört anrufen. Warten. Nach 20 Minuten sind die Gelben Engel immer noch nicht da. Es ist eiskalt – ich schätze null Grad. Langsam spür ich meine Zehen nicht mehr. Schaff ich den Flug jetzt noch?
… 30 Minuten: immer noch kein ADAC – also noch mal bei denen anrufen. Jaja, da ist schon jemand unterwegs, seit 15 Minuten. Dann kann’s ja nicht mehr lange dauern. Das wird auf jeden Fall verdammt knapp mit dem Flug.
… 40 Minuten: den Flug kann ich vergessen. Das ist zeitlich nicht mehr zu schaffen. Hatte die Frau am Telefon nicht gesagt, daß ich priorisiert behandelt werde? Scheinbar nicht. Meine Zehen sind taub. Ich zittere am ganzen Körper und könnte nur heulen. Es ist wie verhext.
… 45 Minuten: Da! Auf der Gegenfahrbahn fährt ein ADAC-Auto vorbei und der Fahrer grüßt. Das muss wohl meine Rettung sein.
… 50 Minuten: Der Gelbe Engel sind da. Ich glaubs kaum. Leb ich noch? Oder bin ich schon als Eiszapfen erstarrt. Am liebsten würd ich sein Auto stürmen und mich aufwärmen.
… 60 Minuten: Der Reifen ist gewechselt, das Warnschild wieder im Auto und ich auf dem Weg zum Flughafen. In 8 Minuten geht der Flieger. Das schaff ich! Ironie muss sein.
Jetzt sitz ich in einem Café am Flughafen. Klar ist der Flieger ohne mich gestartet und einen Erstflieger in der Pampa zu finden ist gar nicht so einfach. Der erste ist ausgebucht. Der zweite geht Stunden später. Und noch dazu kostet er ein Heidengeld und fliegt nicht mal zum gewünschten Flughafen. Aber ich komm hier wenigstens noch weg. KÖLN ICH KOMME.
Dieses Erlebnis wurde Ihnen mit freundlicher Unterstützung von Skoda und dem ADAC präsentiert.
Zu meiner rechten Seite ist ein wahnsinnig toller Sonnenaufgang. Die Musik im Radio ist in Ordnung und ich hab noch 22 km bis zum Ziel. Ich lieg gut in der Zeit. Den Kaffee am Flughafen kann ich förmlich schon riechen und schmecken.
Und auf einmal fängt das Auto an zu schlingern und das bei 130 km/h. Irgendetwas stimmt da nicht. Merkwürdig. Ok, denk ich, dann wechsle ich auf die rechte Spur und fahr langsamer. Das Auto reagiert mit den neuen Winterreifen, die ich vor einer Woche bekommen hatte eh noch ein wenig ungewohnt. Dann fahr ich 80 km/h und das Schlingern wird nicht besser. Und jetzt auch noch Lichthupe von meinem Hintermann - was will der von mir? Denk nach, Winnie, denk nach. Was soll ich jetzt machen? Ok Standstreifen. Aussteigen? Mal probieren. Mist da hats mir fast die Fahrertür vom Wind abgerissen. Dann klettere ich halt über den Beifahrersitz. Auch doof. Blick in den Seitenspiegel der Fahrerseite: Was um Himmels Willen ist das? Der Hinterreifen steht so merkwürdig ab. und ist er nicht an einigen Stellen zerissen? Oh nein - der Reifen ist geplatzt! Also Handy und ADAC anrufen. Die Tante am Telefon ist scheiße unfreundlich. Service ist das nicht! Ich soll aussteigen und bis zur nächsten Kilometermarke laufen. Geht's noch? Da draußen ist es kalt und die Auto rasen so dicht an mir vorbei. Aber ich machs trotzdem. Kilometer 70,0 auf der A 14 Richtung Leipzig.
Zweiter Versuch beim ADAC: Diesmal ist die Frau nett. Das würde mit Priorität behandelt werden da es eine Gefahrenstelle auf der Autobahn ist. Hört sich doch gut an. Dann krieg ich meinen Flug vielleicht noch. Und ich soll aussteigen und zu meiner eigenen Sicherheit draußen warten. Und natürlich das Warndreieck aufstellen. Kein Problem mach ich alles.
Noch schnell eine SMS an meinen Freund schreiben und ihm das Unglück schildern und dann meine Mutter, der das Auto gehört anrufen. Warten. Nach 20 Minuten sind die Gelben Engel immer noch nicht da. Es ist eiskalt - ich schätze null Grad. Langsam spür ich meine Zehen nicht mehr. Schaff ich den Flug jetzt noch?
... 30 Minuten: immer noch kein ADAC - also noch mal bei denen anrufen. Jaja, da ist schon jemand unterwegs, seit 15 Minuten. Dann kann's ja nicht mehr lange dauern. Das wird auf jeden Fall verdammt knapp mit dem Flug.
... 40 Minuten: den Flug kann ich vergessen. Das ist zeitlich nicht mehr zu schaffen. Hatte die Frau am Telefon nicht gesagt, daß ich priorisiert behandelt werde? Scheinbar nicht. Meine Zehen sind taub. Ich zittere am ganzen Körper und könnte nur heulen. Es ist wie verhext.
... 45 Minuten: Da! Auf der Gegenfahrbahn fährt ein ADAC-Auto vorbei und der Fahrer grüßt. Das muss wohl meine Rettung sein.
... 50 Minuten: Der Gelbe Engel sind da. Ich glaubs kaum. Leb ich noch? Oder bin ich schon als Eiszapfen erstarrt. Am liebsten würd ich sein Auto stürmen und mich aufwärmen.
... 60 Minuten: Der Reifen ist gewechselt, das Warnschild wieder im Auto und ich auf dem Weg zum Flughafen. In 8 Minuten geht der Flieger. Das schaff ich! Ironie muss sein.
Jetzt sitz ich in einem Café am Flughafen. Klar ist der Flieger ohne mich gestartet und einen Erstflieger in der Pampa zu finden ist gar nicht so einfach. Der erste ist ausgebucht. Der zweite geht Stunden später. Und noch dazu kostet er ein Heidengeld und fliegt nicht mal zum gewünschten Flughafen. Aber ich komm hier wenigstens noch weg. KÖLN ICH KOMME.
Dieses Erlebnis wurde Ihnen mit freundlicher Unterstützung von Skoda und dem ADAC präsentiert.